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Markus Riexinger: Kaktus der Verwesung

Erzählungen
TB, 174 Seiten
ISBN 978-3-944503-00-4
2013

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15,00 €

Markus Riexinger: Kaktus der Verwesung Zoom

Details

Markus Riexinger: Kaktus der Verwesung

 

„Ein grausamer, tückischer Sprachakrobat; ein Gott des komischen Gemetzels.“ (Leo Fischer)

„Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.“ (Titanic)

„Was in Deutschland so als große Literatur durchgeht, ist ja im Regelfall grauenhaft langweiliges Zeug, dessen Armseligkeit durch eine absurd verschwurbelte Sprache übertüncht werden soll und bei dem Ernsthaftigkeit konsequent mit Humorlosigkeit verwechselt wird. Bei Markus Riexinger ist es genau umgekehrt: klare Sprache, wunderbar absurde und verschwurbelte Inhalte, dazu auch noch mit Humor, aber richtig!“ (Heiko Werning, Schriftsteller)

„Nun, wir finden die Sachen einhellig - schrecklich, wirklich! und werden uns glücklich schätzen, den Dienstagsprophetenrahmen davon freizuhalten.“ (Martin Betz, Lesebühne "Die Dienstagspropheten")

Rezensionen

Leicht ist schwer was

von Lionel Vico, in: "HUch!", Nr. 83 (2015), S. 27

"Bu! Gestanzte Phrasen! Ich will Fakten, Diagramme! Sonst glaube ich kein Wort! Luftleere Behauptungen aus sich herauslassen, das kennt man!" Dieses Urteil, entnommen der Erzählung 'Dr. Heinzknecht als Therapeut' aus dem hier besprochenen Bändchen von Markus Riexinger, könnte einem unverständigen Leser der Prosa des 'Komikers' (Selbstbezeichnung des Autors) Riexinger entfleucht sein - in fehlgeleiteter Empörung über die fantastischen Zumutungen, die sich in dichter Reihe in 'Kaktus der Verwesung' finden. In leichter Abwandlung lautete hingegen ein richtiges Urteil: "Bravo! Fein geschliffene Sentenzen! Er gibt Volten, bastelt Welten! Ihm glaub' ich jedes Wort! Luftige Erfindungen aus sich herauslassen, das kannte man so noch nicht!" - außer bei Boris Vian oder bei Riexingers Titanic-Kollegen Eugen Egner, um ein gewisses Literaturspektrum abzustecken, in dem sich der Autor gekonnt und mit Leichtigkeit bewegt. Auf seine sehr eigene Weise meistert er die Kunst der grotesken Fantastik. Eigen meint: mit ähnlicher Freude am heiteren Spiel wie Vian, aber durchweg mit einer egnerschen derben Koketterie mit Deformation und Gewalttätigkeit versetzt, die sich vielleicht aus der selben Erfahrung speist, die Aki Kaurismäki einmal knapp so formuliert hat: Das Leben ist hart, aber lustig. Riexingers Technik funktioniert in etwa dergestalt: Er formuliert im Prinzip keinen einzigen 'geraden' Satz, also keinen, der für sich alleine sinnvollen Bestand haben würde; das heißt natürlich, daß die in den Erzählungen aneinandergereihten Sätze in einer bornierten, rationalistischen Betrachtungsweise ebenfalls weitgehend sinnfrei sind. Doch Riexinger gelingt auf dieser Grundlage die Erschaffung eines ganzen Paralleluniversums (genauer: ganzer Paralleluniversen), in dem sich meist menschliche Wesen tummeln, die durchaus der Realität abgeschaut, aber allesamt gewissermaßen minimal aus der Spur geschubst wurden. Sie können offenbar gar nicht anders, als permanent Unsinn zu treiben, ohne es zu merken. Dies fühlt sich aber bei Riexinger wie der angemessenste Umgang mit einer komischen Welt an. Fühlen tut dies aber wohl nur, wer bei der Lektüre der Riexingerschen Komödien dem Ratschlag folgt: Lasst, die ihr eintretet, alle Trübsal fahren.

Zusatzinformation

Autor

 

 

Markus Riexinger

lebt in Berlin

 

www.markus-riexinger.de

 

Im XS-Verlag vom Autor außerdem erschienen:

"Jacky erschießt alle. Theaterstücke"

"Kalle stirbt. Theaterstücke"