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Thomas Maul: Darum negative Dialektik

Die Entfaltung des Existenzialurteils als
Aufhebung von Positivismus und Metaphysik
TB, 100 Seiten
ISBN 978-3-944503-05-9
2014
12,00 €

Thomas Maul: Darum negative Dialektik Zoom

Details

Thomas Maul: Darum negative Dialektik

Die Entfaltung des Existenzialurteils als Aufhebung von Positivismus und Metaphysik

„Die kritische Theorie hat bei aller Einsichtigkeit der einzelnen Schritte und der Übereinstimmung ihrer Elemente mit den fortgeschrittensten traditionellen Theorien keine spezifische Instanz für sich als das mit ihr selbst verknüpfte Interesse an der Aufhebung des gesellschaftlichen Unrechts. Diese negative Formulierung ist, auf einen abstrakten Ausdruck gebracht, der materialistische Inhalt des idealistischen Begriffs der Vernunft.“ (Max Horkheimer)

Inhalt

Worum es geht   

Dinge-an-sich    

Hegels absoluter Idealismus  

Lenins absoluter Materialismus

Empirisches und transzendentales Subjekt  

Transzendentale Ideen   

Hegels Dialektik  

Vom Geist zur Arbeit  

Der kategorische Imperativ  

Vernunft und Wirklichkeit  

Dialektik der Aufklärung  

Das Existenzialurteil  

Denken und Handeln nach Auschwitz  

Die Abschaffung des Todes  

Negative Dialektik

 

Rezensionen

von Jakob Hayner, in: "HUch!", Nr. 81 (2015), S. 24

»Negative Dialektik ist älter als das gleichnamige Buch Adornos«, beginnt das Buch »Darum Negative Dialektik« von Thomas Maul, welches im Berliner xs-Verlag erschienen ist. Das Buch umfasst knapp 100 Seiten und bietet in 15 Kapiteln eine kurze und keineswegs verkürzende Einführung in die negative Dialektik Adornos und deren Quellen und Traditionen, von Kant über Hegel und Marx bis Freud. Nicht schrecken sollte die der Einführung folgende Behandlung der sich aus der Kantischen Philosophie ergebenden Probleme der Erkenntnistheorie; die schwere Verständlichkeit ist hier nicht dem Autor, sondern dem Gegenstand geschuldet. Die Entgegensetzung von Hegel und Lenin als absoluter Idealismus und absoluter Materialismus ist, ohne gänzlich falsch zu sein, sehr schematisch gefasst – ist Hegels philosophisches System zu umfassend, um es derart zu verwerfen, und bei Lenin ein solches schlicht nicht vorhanden, um genauso zu verfahren. Im Gesamten widmet sich das Buch den philosophischen Voraussetzungen der negativen Dialektik Adornos. Begriffe der Kritik der politischen Ökonomie und der Soziologie werden nicht explizit erläutert, was nicht bedeutet, dass der gesellschaftliche Gehalt der begrifflichen Konstellationen nicht erwähnt würde. Ein Kapitel behandelt Denken und Handeln nach Auschwitz (und auch nach den Völkermorden in Ruanda und Sudan, die Maul ebenfalls erwähnt), ein weiteres den theologischen Gehalt der Theorie Adornos. Worauf negative Dialektik zielt, die befreite Gesellschaft – in dem Buch auch mit ihrem wahren Namen, Kommunismus, benannt –, wird nicht verschwiegen; Kritik wird, nicht in aller Ausführlichkeit, aber in Kürze an angebrachter Stelle, an dem postmodernen Antihegelianismus geübt. Als Einführung in negative Dialektik, die sich nicht nur auf Adorno beschränkt, in seinem Denken aber einen entscheidenden Ausdruck fand und ihm nicht zuletzt die Formulierung verdankt, wird man zurzeit kaum etwas Besseres finden können.

Zusatzinformation

Autor

 

Thomas Maul

 lebt und schreibt in Berlin 

 Im XS-Verlag vom Autor außerdem erschienen:

 "Drei Studien zu Paulus. Über den Zusammenhang von Gesetz, Erlösung und Antisemitismus im Christentum" (2014)

"Wert und Wahn 1" (2014) 

Im Freiburger ca ira-Verlag sind erschienen:

"Die Macht der Mullahs" (2006)

"Sex, Djihad und Despotie" (2010)