Magnus Klaue: Die Antiquiertheit des Sexus Band II

Taschenbuch
224 Seiten
1. Auflage 2022
ISBN 978-3-944503-16-5

18,00 

Magnus Klaue

Die Antiquiertheit des Sexus

Band II

Von der Stilllegung der Lust und der Verachtung des Lebendigen

In elf Essays setzt Magnus Klaue seine Untersuchung der Neutralisierung jener Phantasien und Sehnsüchte fort, die einmal das Glücksversprechen der bürgerlichen Gesellschaft ausmachten und mit dieser liquidiert wurden.
Es geht um feministische Männer und rechte Frauen, um das Verhältnis der Linken zur Mode, um Transsexualismus und Frauenbewegung, um Hannah Arendt und Jürgen Habermas – und um Körperlichkeit und Öffentlichkeit unter Corona. 

Längst haben sich Frauen und Männer unter dem Vorzeichen von Gender- und Heteronormativitätskritik darauf geeinigt, die Geschlechterdifferenz im Namen einer geschlechterübergreifenden Stilllegung des Sexus zu neutralisieren.
Zwar ist Sexualität als Reproduktions- und Kommunikationsschema omnipräsent und wird politisch, akademisch und medial beackert; doch die »Aushandlung« von Fragen der Care-Arbeit, der partnerschaftlichen Arbeitsteilung, der Erziehung, des »Sich-Anfühlens« sexueller Interaktion, von Selbstverständnissen, Beziehungskonzepten und angeblich verinnerlichten Stereotypen wird nicht betrieben, um zu eigenen Lebzeiten Schluss mit allem zu machen, was die Individuen in der Entfaltung ihrer geistigen und sinnlichen Fähigkeiten behindert, auf dass die Einzelnen jeden Geschlechts widerstreitend miteinander verbunden endlich tun können, was ihnen Lust bereitet.
Vielmehr ist der in flachen Hierarchien und auf Augenhöhe unter Vermeidung jeder Anstößigkeit kooperativ organisierte Gender-Diskurs eine Arbeit an der Liquidierung des Sexus als einer allen Menschen zugänglichen, geschlechtertranszendierenden Möglichkeit von Erfahrung. 

Über den Autor

Magnus Klaue lebt als freier Autor in Leipzig.