Dieter Liewerscheidt: Konstruktive Dekonstruktionen (Buchcover)

Taschenbuch
ca. 480 Seiten
ISBN 978-3-944503-25-7

Das Buch erscheint im November 2024.
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32,00 

Dieter Liewerscheidt

Konstruktive Dekonstruktionen

Studien zur deutschen Literatur

Ein wirkliches Kunstwerk stellt sich im Laufe seiner Rezeptionsgeschichte erst als solches heraus, je mehr analytische Bemühungen an ihm gescheitert sind. Die hier versammelten Studien zu markanten Beispielen und Höhepunkten deutscher Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts – von Lessing bis Rolf Dieter Brinkmann – verstehen sich als Beiträge zu einem potentiell unabschließbaren Annäherungsprozess.

Liewerscheidts Aufsätze sind Dekonstruktionen etablierter Lesarten und Festschreibungen,  jedoch nicht mit der Intention des Aufweises grundsätzlicher Unzulänglichkeit, sondern im Sinne einer skeptischen Hermeneutik, die im Unterschied zu Derrida an einem Verstehensanspruch festhält.
Die Befreiung eines Textes von seiner rezeptiven Zurichtung kann zur Voraussetzung einer neuen Lektüre werden.

»Als Beispiele ›entdeckenden Lesens‹ halten Liewerscheidts stets werknahe Aufsätze ein Niveau literarischen Lesens gegenwärtig, das in der Germanistik viele nicht erreichen, die gern nach dem Rezept verfahren: Man nehme einen beliebigen literarischen Text und gieße die gerade angesagte Theorie darüber.«

– Norbert Mecklenburg

Über den Autor

Dieter Liewerscheidt, geboren 1944 in Hannover, ist Literaturwissenschaftler und Lyriker. Promotion 1976 über Heimito von Doderer. Neben zahlreichen Beiträgen in Anthologien und Fachzeitschriften erschienen die Monographien Gottfried Benns Lyrik (1980), Die Dramen des jungen Schiller (1982) sowie Schlüssel zur Literatur (1987). Seit 1979 erschienen mehrere Gedichtbände, zuletzt Es läuft doch alles (2019) im XS-Verlag.